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Rendite – ein Begriff, der im Wirtschaftsleben zwar gebräuchlich, aber für Viele nicht richtig griffig ist. Ist die Rendite vielleicht nur eine andere Bezeichnung für Zinsen? Schließlich werden Zinsen und Rendite beide in Prozent angegeben und dienen der Vergleichbarkeit verschiedener Anlagen, daher liegt eine Verwechslungsgefahr nahe.

Auf den zweiten Blick zeigt sich aber, dass es wesentliche Unterschiede gibt. Bei Zinsen handelt es sich um ein Entgelt für geliehenes Geld. Das bedeutet, wer einer Sparkasse für einen bestimmten Zeitraum Geld zur Verfügung stellt, etwa auf einem Sparkonto, bekommt dafür den vereinbarten Zins. Die Summe, die nach Ablauf der Zeit erwirtschaftet wird, steht also von vornherein fest.

Das ist bei Renditen anders, denn hier wird das Geld nicht nur gegen eine Gebühr (den Zins) verliehen, sondern investiert. Zu den Anlagemöglichkeiten am Kapitalmarkt gehören beispielsweise Wertpapiere wie Aktien, Investmentfonds oder Offene Immobilienfonds. Ganz allgemein beschreibt die Rendite den Ertrag, der mit der Investition erwirtschaftet wurde. Im Gegensatz zu einem festgelegten Zins kann man aber erst am Ende sagen, welcher Ertrag über die gesamte Laufzeit erzielt worden ist. Die Höhe der Rendite kann dabei sehr stark schwanken. Vom Totalverlust des eingesetzten Kapitals bis zu Ergebnissen von mehr als 100 Prozent ist alles möglich. Eine Faustformel gibt es allerdings: Je höher die Renditechancen, desto höher ist in der Regel auch das Risiko, Geld zu verlieren.