Eine Hand hält eine App mit einem Fake-Profil einer SparkasseSo erkennen Sie Social Scams in sozialen Netzwerken

Betrügerinnen und Betrüger nutzen sie, um Vertrauen zu erschleichen und Menschen mit angeblichen Geldanlage-Angeboten zu täuschen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Fakes erkennen und sich vor Betrug schützen können.

So funktionieren die Social Scams

Betrügerinnen und Betrüger geben sich in sozialen Netzwerken wie Instagram oder Facebook als Sparkasse aus. Sie nutzen täuschend echte Logos, leicht veränderte Profilnamen und werben mit vermeintlich lukrativen Anlageangeboten. Ziel ist es, Vertrauen aufzubauen und Kundinnen und Kunden in eine Falle zu locken.

Der Ablauf in vier Schritten

  1. Gefälschte Sparkassen-Profile: Über Social-Media-Werbung oder Direktnachrichten nehmen die Täter Kontakt auf. Die Accounts wirken seriös, oft unterscheiden sie sich nur minimal vom Original. Teils werden sogar ganze Posts mit Bildern übernommen.
  2. Einladung in WhatsApp-Gruppen:  Interessierte werden in Gruppen mit mehreren Hundert Mitgliedern eingeladen. Viele dieser „Teilnehmenden“ sind Chat-Bots, die scheinbar echte Gespräche führen und angebliche Erfolge teilen.
  3. Vertrauensaufbau über Wochen:  In den Gruppen kursieren täglich Marktanalysen und vermeintliche Gewinnmeldungen. Auch persönliche Chat-Kontakte sollen Zweifel zerstreuen und die Glaubwürdigkeit erhöhen.
  4. Weiterleitung auf Betrugsplattformen:  Nach einiger Zeit empfehlen die Täter eine externe Handelsplattform, die professionell aussieht, aber nur dem Betrug dient. Eingezahltes Geld landet direkt bei den Betrügern – Auszahlungen sind nicht möglich.

Woran Sie Fake-Sparkassen erkennen

Gefälschte Profile in sozialen Netzwerken sind oft schwer zu entlarven. Mit einigen Merkmalen können Sie jedoch schnell prüfen, ob ein Account echt ist oder nicht.

Typische Warnzeichen

  • Ungewöhnliche Profilnamen:  Oft weichen sie nur leicht vom Original ab, zum Beispiel „sparkasse.de_official“ oder „die_sparkasse.info“.
  • Gefälschte Logos und Bilder:  Betrüger kopieren offizielle Grafiken, verwenden aber unscharfe oder leicht veränderte Varianten.
  • Rechtschreibfehler und unpersönliche Ansprache:  Seriöse Kommunikation der Sparkassen ist sprachlich einwandfrei und individuell.
  • Unrealistische Gewinnversprechen:  Aussagen wie „hohe Rendite in wenigen Tagen“ sind immer ein Warnsignal.

So prüfen Sie die Echtheit eines Accounts

Wenn Sie auf ein vermeintliches Sparkassen-Profil stoßen, vergleichen Sie den Namen und die Schreibweise mit dem offiziellen Auftritt Ihrer Sparkasse. Diverse Sparkassen verlinken ihre Social-Media-Kanäle direkt über ihre offiziellen Websites. Einige tragen bei Instagram oder Facebook ein verifiziertes Häkchen im Profil. In diesem Fall sollten Sie darauf achten, dass das Verifizierungshäkchen nicht einfach grafisch ins Profilbild eingefügt wurde. Kopierte Logos und Bilder sind oft leicht verfälscht, unscharf oder verzerrt.

Reagieren Sie skeptisch, wenn Sie per Anzeige oder Direktnachricht zu einem Investment eingeladen werden. Im Zweifel hilft ein kurzer Anruf bei Ihrer Sparkasse, um die Echtheit zu klären.

Was Sie tun sollten, wenn Sie auf ein gefälschtes Sparkassen-Profil aufmerksam geworden sind

Wenn Sie auf ein gefälschtes Sparkassen-Profil hereingefallen sind oder sogar Geld auf eine betrügerische Plattform überwiesen haben, ist schnelles Handeln entscheidend. Je früher Sie reagieren, desto größer ist die Chance, einen finanziellen Schaden zu begrenzen.

Informieren Sie umgehend Ihre Sparkasse. Dort können Expertinnen und Experte prüfen, welche Maßnahmen möglich und sinnvoll sind.

Sollten Sie bereits Geld investiert haben, bewahren Sie alle Nachrichten, Screenshots und Überweisungsbelege auf. Diese Informationen helfen Ihrer Sparkasse und gegebenenfalls der Polizei, den Betrug zu dokumentieren. Leiten Sie keine weiteren Zahlungen mehr an die Betrüger weiter und antworten Sie nicht auf Nachrichten der vermeintlichen Beraterinnen oder Berater.

Melden Sie den verdächtigen Account oder die Werbeanzeige direkt bei der jeweiligen Plattform, zum Beispiel über die Meldefunktion von Instagram oder Facebook.

So schützen Sie sich allgemein vor Social-Fakes

Ein gesundes Misstrauen ist der beste Schutz vor Betrug in sozialen Netzwerken. Seien Sie vorsichtig, wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein – meist ist es das auch. Offizielle Sparkassen-Kanäle posten Servicethemen, Finanzwissen, oder lokale Aktionen, aber nie reißerische Anlageangebote.

  • Geben Sie den Produktnamen oder die Bezeichnung des Produkts in eine Suchmaschine ein. Eine Online-Recherche schützt Sie vor bösen Überraschungen.
  • Achten Sie auf ungewöhnliche Schreibweisen auf den Accounts: Sparkassen beispielsweise duzen oder siezen konsistent und bleiben immer seriös im Ton. Prüfen Sie auch, ob das Profil viele seltsame Followerinnen und Follower hat, es wenig echte Interaktionen gibt oder überwiegend merkwürdige Kommentare.
  • Schützen Sie außerdem Ihre eigenen Konten: Verwenden Sie sichere Passwörter, aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung und geben Sie persönliche Daten niemals leichtfertig weiter – weder über Chatnachrichten noch über externe Links. Sprechen Sie auch mit Familie und Freundeskreis über solche Betrugsmaschen, damit sich möglichst viele frühzeitig schützen können.

Unterstützung durch das S-CERT der Sparkassen-Finanzgruppe

Das Computer-Notfallteam der Sparkassen-Finanzgruppe (kurz S-CERT) beobachtet kontinuierlich aktuelle Betrugsversuche und Sicherheitsrisiken im Finanzbereich. Die Expertinnen und Experten analysieren neue Maschen, informieren die Institute und veröffentlichen Warnhinweise, damit Kundinnen und Kunden frühzeitig geschützt sind.

Sollten Sie etwas Verdächtiges entdeckt haben, beispielsweise eine gefälschte E-Mail, können Sie diese einfach an warnung@sparkasse.de weiterleiten. Jede Meldung hilft!

Durch die enge Zusammenarbeit aller Sparkassen deutschlandweit werden neue Betrugsformen schnell erkannt und öffentlich kommuniziert. So bleiben Kundinnen und Kunden gut informiert und können auf die offiziellen Kanäle ihrer Sparkasse vertrauen.

Hier finden Sie die Sicherheitstipps Ihrer Sparkasse: